Veröffentlicht : März 19, 2009 um 10:36 Uhr
Autor: Alexander Reinhardt
Es geschah einmal in Hannover vor 18 Jahren. Dort wurde ein kleiner Junge geboren. Die Eltern nannten ihren Sohn Jack. Sein Vater studierte und Jacks Mutter ging arbeiten. So versuchten sie über die Runden zukommen und hofften auf bessere Zeiten. Seine Eltern arbeiteten fleißig und viel, damit es ihr Sohn eines Tages besser haben sollte als sie.
Im Laufe der Zeit wuchs der kleine Jack und wurde älter, aber auch faul und kümmerte sich um nichts mehr, außer seiner eigenen Freiheit. Alle Arbeiten, die anfielen, wurden von seinem Vater oder seiner Mutter erledigt, ohne Dank dafür zu erhalten. Sein Zimmer wurde immer aufgeräumt, egal wieviel Unordnung er schuf. Mit der Zeit wurde er noch fauler und tat nur noch etwas, wenn er dazu aufgefordert wurde. Jack wuchs im Wohlstand auf, was von seinen Eltern auch gewollt war, aber er nutzte dieses schamlos aus und ließ es sich gutgehen.
Er sollte Sport treiben, damit er nicht nur frohlockte, sondern etwas sinnvolles tat. So versuchte sich Jack im Fußball, Basketball und Volleyball spielen. Jack fehlte der Mut mit dem Ball etwas zu machen, da er nicht genügend Selbstvertrauen besaß. So hatte Jack nie richtigen Erfolg und der Ehrgeiz verließ ihn.. Er ging immer seltener hin, bis er eines Tages ganz damit aufhörte.
Auch sein Fahrrad und später auch sein Auto gingen andauernd kaputt. Beides war wie geschaffen für ihn. Es waren nie Erfolgsfahrzeuge. So geschah es, daß er beides ständig reparierte. Jack führte alle Arbeiten flüchtig aus und besaß keine Ausdauer etwas ordentlich zu machen. So reparierte er es immer wieder und wenn es nicht geklaut wäre, so reparierte er es wohl noch heute. Auch das neue Fahrrad ging immer wieder kaputt, aber er ließ es wie es war.
Vor kurzem mußte Jack sein Abitur schreiben. Er versprach seinen Eltern fleißig zu lernen. So setzte er sich immer wieder hin und fing an zu lernen. Der faule Jack hörte kurze Zeit später aber wieder auf mit der Erkenntnis, das kann ich schon und das sowieso. Dann kam der große Tag des Abiturs. Er ¬versagt völlig und zittert noch heute, wenn er daran denkt.
Eines Tages kam auch die Musterung auf Jack zu. Er hoffte wie viele Andere auf die Untauglichkeit, aber so kam es nicht. Er verweigerte und wartete und wartete. Eines Tages kam sein Einberufungsbefehl für den Zivildienst. Er solle sich doch in den nächsten 4 Wochen eine Platz suchen, aber es vergingen 10 Wochen. Jack war zu faul, sich einen Platz zu suchen. Nach langer Zeit fand er einen.
Eines Tages riß den Eltern der Geduldsfaden und seitdem darf Jack alles alleine machen. Er wäscht und putzt und wäscht. Und wenn er nicht gestorben ist, so putzt er noch heute.
